Tourette Forschung
Etwa 800 000 Menschen in Deutschland leben mit dem Tourette Syndrom und den damit verbundenen sogenannten „Tics“. Die Betroffenen haben in Momenten des einsetzenden „Tics“ keine Kontrolle über Körpermotorik und Sprache. Es werden dann Beleidigungen, Schimpfworte u.a ausgesprochen ohne das derjenige darauf Einfluss nehmen kann. Das führt oft zur Ausgrenzung in der Gesellschaft, und nicht selten zur Depression bei Menschen die darunter leiden. Die Psychiaterin und Neurologin Irene Neuner erforscht das Tourette Syndrom als Wissenschaftlerin in einer Initiative der RWTH Aachen und des Forschungszentrum Jülich. Mit Hilfe eines in Jülich entwickelten MR-kompatiblen Kamerasystems konnte sie das Gehirn während der Tics beobachten, und die zugrundeliegenden Netzwerke analysieren. An einem Tic ist ein ganzer Kreislauf beteiligt. Weiteres unter: www.tourette-gesellschaft.de oder www.tourette-syndrom.de